Oberösterreich startet mit Hub4000 gemeinsame KI-Offensive

Hub4000 beschleunigt den Transfer von der Forschung in die Wirtschaft

Oberösterreich setzt ein starkes Signal für die Zukunft der Künstlichen Intelligenz. Mit der Gründung des Vereins Hub4000 bündeln die Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ), die Upper Austrian Research GmbH (UAR), die Johannes Kepler Universität Linz (JKU), die Interdisciplinary Transformation University (IT:U) und die Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ) ihre Kräfte, um wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in industrielle Anwendungen zu überführen. Die Gründungsversammlung fand am 13. Juli in der WKOÖ statt.

„Oberösterreich entwickelt sich konsequent zu einem führenden Standort für Künstliche Intelligenz. Mit dem KI-Studium an der JKU, der IT:U, den Fachhochschulen, innovativen Startups und einer starken Industrie verfügen wir heute über ein europaweit beachtetes Ökosystem. Der Hub4000 ist der nächste wichtige Baustein unserer KI-Exzellenzstrategie. Er bringt Forschung, Unternehmen und Talente noch enger zusammen und sorgt dafür, dass wissenschaftliche Spitzenleistungen rascher in marktfähige Produkte, neue Geschäftsmodelle und zusätzliche Wertschöpfung umgesetzt werden. Unser Ziel ist nicht nur, neue Technologien zu nutzen, sondern sie aktiv mitzugestalten. Genau dafür schaffen wir mit dem Hub4000 die richtigen Rahmenbedingungen“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer.

„Künstliche Intelligenz wird wesentlich darüber mitentscheiden, wie wettbewerbsfähig unsere Unternehmen in Zukunft sein werden. Hub4000 schafft die Brücke zwischen Forschung und Wirt-schaft und ermöglicht der Industrie sowie kleinen und mittleren Unternehmen einen rascheren Zugang zu innovativen KI-Lösungen. Das stärkt den Wirtschaftsstandort Oberösterreich nachhaltig“, so Doris Hummer, WKOÖ-Präsidentin und Präsidentin des Vereins Hub4000. 

„Als wirtschaftliche Säule der KI-Exzellenzstrategie WunderKInd des Landes Oberösterreich nimmt Hub4000 künftig eine zentrale Rolle ein, wissenschaftliche Spitzenleistungen rascher in industrielle Anwendungen zu überführen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nachhaltig zu stärken“, sagt Martin Bergsmann, der gleichzeitig mit der Gründung zum Geschäftsführer des in der WKOÖ angesiedelten Vereins bestellt wurde.

Exzellente Forschung schneller in die Praxis bringen

„Oberösterreich verfügt über eine außergewöhnlich hohe Dichte an wissenschaftlicher Exzellenz, anwendungsorientierter Forschung und innovativen Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intel-ligenz. Diese Stärken bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung und Anwendung von

KI-Technologien. Zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und erfolgreicher industrieller Anwendung liegt jedoch häufig ein langer Weg. Genau hier setzt Hub4000 an. Der Verein versteht sich als gemeinsame Transferplattform, die Wissenschaft, Wirtschaft und Startups vernetzt, Kooperationen zwischen Unternehmen und der universitären sowie außeruniversitären Forschung initiiert und koordiniert und den Wissens- und Technologietransfer beschleunigt. Bereits geplante Projekte sind ‚Kollaboration Mensch & Humanoide Robotik in der industriellen Produktion‘, in dem untersucht wird, wie industrielle Fachkräfte ohne Robotik-Vorwissen humanoide Systeme für praxisrelevante Aufgaben einarbeiten können, und ‚Humanoide Robotik für Materialhandling, Optische Inspektion und Verwendungsentscheidung‘, wo eine KI-gesteuerte Verwendungsentscheidung nach optischer Qualitätskontrolle, Sortierung und Verpackung von 15 kg schweren Teilen durch einen humanoiden Roboter umgesetzt wird“, so Bergsmann.

Fünf starke Partner, eine gemeinsame Mission

Hub4000 vereint erstmals jene Institutionen, die den KI-Standort Oberösterreich in besonderer Weise prägen: die WKOÖ als Stimme der Unternehmen, die UAR als Brücke zwischen Forschung und Innovation, die JKU mit ihrer international anerkannten Forschung im Bereich KI und weiteren wissenschaftlichen Fachgebieten, die IT:U mit ihrem interdisziplinären Ansatz für digitale Trans-formation sowie die FH OÖ mit ihrer besonderen Stärke in anwendungsorientierter Forschung. Gemeinsam verfolgen die Gründungsmitglieder ein Ziel: wissenschaftliche Exzellenz rascher in industrielle Anwendungen zu überführen und dadurch Oberösterreich als führende wirtschaftliche und wissenschaftliche Exzellenzregion für KI national und international nachhaltig zu positionieren und zur Pilotregion für industrielle KI zu entwickeln.

Stimmen der weiteren Gründungsmitglieder

„Der Erfolg eines Innovationsstandorts hängt davon ab, wie schnell neues Wissen in wirtschaftliche Anwendungen gelangt. Hub4000 schafft dafür die richtigen Rahmenbedingungen. Unser Ziel ist, Kooperationen zu initiieren, Kompetenzen sichtbar zu machen und den Wissens- und Technologie-transfer deutlich zu beschleunigen. Durch Hub4000 sollen zusätzliche Projekte für unsere 16 au-ßeruniversitären wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen (Member und Partner of UAR Innovation Network) akquiriert und gemeinsam auf den Weg gebracht werden“, so Wilfried Enzenhofer, Geschäftsführer der UAR.

„Oberösterreich verfügt über Forschung auf internationalem Spitzenniveau im Bereich der Künstli-chen Intelligenz. Mit Hub4000 schaffen wir eine gemeinsame Plattform, auf der wissenschaftliche Erkenntnisse noch schneller ihren Weg in industrielle Anwendungen finden. Die JKU Linz bringt dafür nicht nur ihre exzellente KI-Forschung ein, sondern auch eine Vielfalt an weiteren Fachrich-tungen und deren Vernetzung, von der Informatik und Wirtschaftsinformatik bis zur Mechatronik. Davon profitieren Unternehmen ebenso wie Forschung und Gesellschaft“, ist Stefan Koch, Rektor der JKU Linz, überzeugt.

„Transformation verändert, wie wir arbeiten, forschen und lernen und damit auch die Aufgabe von Universitäten. Wenn wir die Potenziale Künstlicher Intelligenz für Wirtschaft und Gesellschaft nut-zen wollen, müssen wissenschaftliche Exzellenz sowie technologische und unternehmerische Reali-tät ineinandergreifen. Die IT:U steht für wirkungsorientierte Wissenschaft. Wir forschen interdisziplinär an realen Herausforderungen. Hub4000 ist ein wichtiger Schritt für den KI-Standort Oberösterreich. Hier verbindet sich Wissenschaft mit der Innovationskraft starker Partner. So

entsteht ein Raum, in dem konkrete Wirkung für Wirtschaft und Gesellschaft möglich wird“, erklärt Stefanie Lindstaedt, Gründungspräsidentin der IT:U.

„Innovation entfaltet ihren Wert erst dann, wenn sie in der Praxis ankommt. Gemeinsam mit unse-ren Partnern werden wir durch Hub4000 dazu beitragen, neue KI-Technologien schneller in Unter-nehmen zu bringen und gleichzeitig die dafür notwendigen Fachkräfte auszubilden“, kündigt Michael Rabl, Präsident der FH OÖ, an.

Hub4000 steht für ganz Oberösterreich

Der Name Hub4000 ist bewusst gewählt. Die Zahl 4000 verweist auf die erste Ziffer aller oberöster-reichischen Postleitzahlen und steht damit symbolisch für das gesamte Bundesland. Gleichzeitig beschreibt der Begriff Hub den Anspruch des Vereins, zentraler Knotenpunkt für den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Startups in der Künstlichen Intelligenz zu sein. „Der Verein versteht sich als offenes Innovationsnetzwerk und wird in den kommenden Monaten weitere Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Institutionen einladen, sich aktiv einzubringen und die Zukunft der KI in Oberösterreich mitzugestalten“, sagt Bergsmann.

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